Zwei Mächte – eine wird gewinnen. Auf welcher seite stehst du?

   Heute morgen, dem 21. September 2017, verfolgte ich auf einer Newsseite eine kurze Kommentardebatte: Ein Schreiber erging sich in Anbetracht bestimmter Entwicklungen in Befürchtung des dritten Weltkriegs. Daraufhin wurde er von einem anderen gebeten, man möge diese ständigen selbsterfüllenden Prophezeiung auf der Kommentarseite doch endlich unterlassen, weil unsere Gedanken die Realität gestalteten. Prompt bekam er eine sarkastische Antwort, was für einen Unsinn er da posten würde. 

Was mich sehr erfreute: Mehrere Kommentatoren stellten sich mit weiteren Erklärungen auf die Seite des zweiten. (In diesem Yoga kann man nämlich schon zeitweilig den Glauben in die Menschen verlieren.:)) 

 

Es geht in diesem irdischen Milieu um zwei scheinbar widerstreitende Mächte: Die niedere Natur, die unser irdisches System bisher dominierte und damit gewollt unsere Evolution ausarbeitete und die übergeordnete Göttliche Macht, die der Meinung ist, dass die Materie weit genug entwickelt ist, um das zu überwinden und eine höhere Stufe zu erklimmen. Sie möchte, dass Schmerz und Leid jetzt enden und aus der Schöpfung verschwinden. Dann werden auch die luziferischen Mächte, die die niedere Natur unterstützen, sich ergeben müssen oder ausgelöscht werden.  

Es ist nicht vorrangig, welche politische Partei wir wählen oder ob wir überhaupt wählen. Überlassen wir uns der Göttlichen Führung und bitten in erster Linie darum, das Richtige zu tun, werden wir entweder wählen gehen oder nicht. 

Es ist nicht wichtig, in welchem Beruf wir arbeiten. Richten wir unser Bewusstsein auf die höhere Führung aus, werden wir weiter in ihm arbeiten oder in einen anderen wechseln. Das Karma entscheidet hier mit. Mit welcher inneren Haltung und in welchem Bewusstsein wir unser Schicksal annehmen, darauf kommt es an.    

Es ist keine Sache von Gerechtigkeit, ob jemand aus goldenen Tellern isst oder auf der Straße als Bettler lebt. Auch unter ihnen gibt es Erleuchtete und solche, die diese Inkarnation bewusst gewählt haben, um damit der Entwicklung anderer zu dienen. Vielleicht haben sie auch karmisch etwas aufzuarbeiten oder eine bestimmte seelische Entwicklung voranzutreiben oder zu korrigieren.  

Wichtig ist einzig und allein, welcher Macht in diesem irdischen Milieu wir Energie zufließen lassen und welche wir blockieren durch unsere bewusste Ausrichtung und Aufmerksamkeit, gestützt durch Glauben, Begehren, Sehnen oder Sorgen, Ängste und Befürchtungen. Aus dem Glauben zu kippen, ist vollkommen normal. Es geht darum, so schnell wie möglich wieder in die richtige Haltung zurückzufinden. 

 

Ich bin niemand, der den Wahrheitsgehalt der Bibel in allen Aussagen anerkennt, aber die Geschichte von "Daniel in der Löwengrube" ist ein gutes Gleichnis für die unerschütterliche Macht des Glaubens. Er kehrt dem Übel den Rücken zu und ist durch sein Anhaften an das Göttliche geschützt, ähnlich wie im Psalm 91 beschrieben. Genau das soll uns das Gleichnis zeigen. 

Es wäre ebenso möglich gewesen, er hätte gekämpft und vielleicht sogar den Kampf verloren – wenn Gott das in diesem Moment für entscheidend befunden hätte. Von außen betrachtet hätte es den Anschein von Versagen, aber es geht um die innere Haltung. Hätte er in dem absoluten Glauben gekämpft und verloren, dass das, was er tut, der Wille Gottes ist, wäre es für das seelische Wesen ein Sieg gewesen und hätte ebenso weitreichende positive karmische Konsequenzen gehabt. Das bedeutet: Möchte Gott, dass wir unsere Stimme erheben und kämpfen, sollten wir dem Folge leisten. In diesem Yoga liegt der Fokus auch auf dem Tun. 

Mutter erzählte einst die wahre Geschichte von einer Frau, die an einer Safari teilnahm. Sie setzte sich für einen kurzen Moment zum Meditieren an einen Baum und war allein. Plötzlich sah sie sich einem ausgewachsenen Löwen gegenüber. In dem Moment gab sie sich ob der scheinbaren Auswegslosigkeit vollkommen der Göttlichen Führung hin und der Tatsache, dass sie getötet werden könnte, wenn es Sein Wille sei. Sie schloss die Augen und meditierte weiter. Als sie nach einer Weile die Augen öffnete, war der Löwe verschwunden. Sie hatte sich in ein anderes Bewusstsein erhoben und war für die Raubkatze nicht mehr „wahrnehmbar“. In dem Moment war es ihre einzige Rettung, um am Leben zu bleiben.  Ihr Vertrauen in die Göttliche Führung hatte sie das Richtige tun lassen. Manch einer hätte sie für verrückt erklärt.

 

Auch, wenn unsere Lebensumstände bedrückend und schmerzhaft sind und die globalen Akteure sich nicht mit Ruhm bekleckern: Es wird sich ändern. Man muss über den äußeren Anschein hinausgehen und auf die Göttliche Führung ausrichten, die im Hintergrund die Fäden zieht. Die rein weltlichen Belange liegen auch in der Hand der luziferischen Energien, die weiterhin die niedere Natur beherrschen wollen. Aber ihre Macht ist der Göttlichen unterlegen und ihre Tage sind gezählt. Sie werden so lange geduldet, bis jeder Mensch – mancher erst durch den Leidensdruck – seine Wahl getroffen hat. Und sich für das Göttliche Bewusstsein zu entscheiden ist Voraussetzung für das „Betreten der neuen Welt“. Dort werden keine anderen Energie mehr geduldet. 

Auch nicht der Tod. 

 

 

 

 Herr, Dein Wille geschehe, nicht meiner. Lass mich das Richtige tun. Auch, wenn ich es nicht verstehe und dagegen aufbegehre. 

Wenn es möglich ist, lass mich ohne Leid und Schmerz voranschreiten. 

 

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Links und Literatur 

Links and Literature: Please understand that I am listing only German sources. The equivalents, if any exist, are easy to find in the web.  


   Bilder und Zitate       Pictures and Quotes

 

 

 Der Mensch ist ein Übergangswesen. 

 Man is a transitional being. 

 Um den Glauben und alles andere zu erlangen, muss man darauf bestehen, ihn zu bekommen und darf solange nicht erlahmen oder verzweifeln oder aufgeben, bis man ihn besitzt – auf diese Weise wurde alles erlangt, seit diese schwierige Erde von denkenden und sehnsüchtigen Wesen bewohnt wird. Es gilt, sich ständig dem Licht zu öffnen und der Finsternis den Rücken zu kehren. Es gilt, die Stimmen zurückzuweisen, die unermüdlich behaupten: "Du kannst nicht, du darfst nicht, du bist unfähig, du bist eine Marionette eines Traumes." 

In order to gain faith and everything else you have to insist on getting it and must not grow weak, despair or give up until it is possessed - in this way everything has been obtained since this difficult earth is inhabited by thinking and longing beings. It is a matter of constantly opening ourselves to the light and turning your back on the darkness. It is necessary to reject the voices which tirelessly assert: "You cannot, you must not, you are incapable, you are a marionette of a dream."

 Ich glaube, ich kann behaupten, Tag und Nacht, Jahr um Jahr gewissenhafter experimentiert zu haben, als ein Wissenschaftler seine Theorie oder Methode auf der physischen Ebene prüft. 

 

I think I can claim to have experimented day and night, year by year, more conscientiously than a scientist examines his theory or method on the physical plane. 

 Die Manifestation der Liebe des Göttlichen in der Welt war das große Selbstopfer, die höchste Selbsthingabe. Das Vollkommene Bewusstsein willigte darin ein, in die Unbewusstheit der Materie einzutauchen und von ihr aufgesaugt zu werden, auf dass Bewusstheit in den tiefen ihrer Finsternis erweckt werde und nach und nach eine göttliche Macht darin auftauche und die Gesamtheit dieses manifestierten Universums zu einem höchsten Ausdruck des göttlichen Bewusstseins und der göttlichen Liebe mache.

 

The manifestation of the Divine Love in the world was the great self-sacrifice, the highest self-giving. The Perfect Consciousness consented to immerse in the unconsciousness of matter and to be absorbed by it to awaken consciousness in the depths of its darkness and to gradually reveal a Divine power in it and to turn the totality of this manifested universe into a supreme expression of the Divine consciousness and Divine love.

 

Ich kam nach Indien, um Sri Aurobindo zu begegnen. Ich blieb in Indien, um mit Sri Aurobindo zu leben. Als er seinen Körper verließ, fuhr ich fort, hier zu leben, um sein Werk weiterzuführen: d.h. der Wahrheit zu dienen und die Menschheit zu erleuchten, um die Herrschaft der göttlichen Liebe auf der Erde zu beschleunigen. 

 

 I came to India to meet Sri Aurobindo. I remained in India to live with Sri Aurobindo. When he left his body, I continued to live here in order to do his work which is by serving the Truth and enlightening humanity to hasten the rule of the Divine's Love upon earth.

 Gegenwärtig sind wir mitten in der Übergangsperiode, in welcher beide sich ineinander verschränken: Die alte Welt besteht noch in all ihrer Macht, beherrscht das gewöhnliche Bewusstsein, aber die neue schleicht sich ein, so bescheiden und unaufdringlich, dass sie für den Augenblick wenigstens äußerlich nicht sehr viel verändert ... aber sie arbeitet, sie wächst, bis auf den Tag, an dem sie stark genug ist, sich augenfällig zu behaupten. 

 

At the present time we are in the midst of the transitional period in which the two are intertwined: the old world still exists in all its power, dominates the ordinary consciousness, but the new is creeping in so modest and unobtrusive that at least for the moment it does not change much externally ...  but it works, it grows, until the day it is strong enough to assert itself visibly.

 

 Ich sah diese zwei Extreme: den Gipfel des Yogi und den Gipfel, sagen wir, des Elektronikers oder des Intellekts. Und was lag zwischen den beiden? Und wo ist es besser zu entschwinden? – Denn in beiden Fällen schien man zu entschwinden: entweder in leuchtendem Weiß oder in einem ziemlich erstickenden Schwarz. Aber das Leben, das göttliche Leben war das nicht!

 

 I saw these two extremes: the summit of the yogi and the summit, say, the electronics or the intellect. And what was between the two? And where is it better to escape? – For in both cases one seemed to be disappearing: either in bright white or in a rather suffocating black. But it wasn't life, not the Divine Life!

 Oh, wir halten uns alle für weise und wissend, wie schade! Wir schlafen weise und wissenschaftlich und auf einem seltsamen Feuer, das dort glimmert und das demnächst all unsere Weisheiten und Wissenschaften umstürzen wird. Was für Kinder wir doch sind! Dort, im Körper. Dieses Mysterium ...

 

Oh, we all consider ourselves wise and knowing, how pity! We sleep wisely and scientifically and on a strange fire glimmering there which will soon overthrow all our wisdoms and sciences. What children we are! There, in the body. This mystery ...

 

Es ist sehr seltsam: wie zwei Körper ineinander. Der eine weiß unwiderruflich und für immer und allen Widrigkeiten zum Trotz, er kennt das Leben, das er berührt; und der andere, ein wenig darüber und ihn gleichsam verhüllend, ist der alte sterbliche Körper, das Resultat unzähliger Vorahnen, die ihm den Tod und nur den Tod eintrichterten – den Tod bei der geringsten Anzweiflung seines überlieferten alten Rhythmus. Und dieser weiß überhaupt nichts! Er weiß nur um das alte Gesetz.

 

It is very strange: like two bodies in each other. The one knows irrevocably and forever and against all odds, he knows the life he touches; and the other a little above and covering him is the old mortal body, the result of countless ancestors which brought him death and only death  – death at the slightest doubt of his ancient tradition. And he knows nothing at all! He only knows the old law. 


Es ist die Dunkelheit vor der

Morgendämmerung,

just the darkness

before dawn ...