Der Geist hinter den Dingen

"In der Nacht erwachte ich mit dem vollen Bewusstsein dessen, was wir den "Yoga der Welt" nennen könnten. Die Höchste Liebe manifestierte sich durch große Pulsationen, und jede Pulsation trieb die Welt in ihrer Manifestation voran. Es waren die ungeheuren Pulsationen der ewigen, gewaltigen Liebe, Liebe allein: Jede einzelne Pulsation der Liebe trug das Universum weiter in seiner Manifestation."  (Mutters Agenda, 13. April 1962)

 

Wie erfahre ich mich selbst, wenn es nur mich gibt ...? 

 

"... der Keim der Liebe kann ja nicht einfach so keimen, da muss ja irgendwas da sein, wo der gesät werden kann. Die Welt und die Entwicklung ist der Boden, in dem der Keim gesät wird. ... Man muss fast sterben an der Sehnsucht und Einsamkeit und dann die Kraft haben, durch diese Sehnsucht und immer neue Formen zu wachsen, um eines Tages soweit zu sein, sich selbst zu lieben." [1]

Laut den Ausführungen von Herrn Reiter war dieses starke Sehnen schon im pflanzlichen Dasein vorhanden. Es lohnt sich, die betreffenden Stellen ganz zu lesen. So sagt er weiter:

"Indem man die Dinge beseelt, erfährt man sie. Man erfährt auch einen Teil seiner Seele dann, weil man beseelt sie ja. Und in Individuen tritt die Seele einem gegenüber in der Liebe, warum sie ja, wie ich mal sage, die Vervollkommnung allen Lebens darstellt. Man liebt beides gleichzeitig dann, man erkennt vor allem. Das Erkennen und die Liebe sind doch eins. Was man liebt, erkennt man. Man erkennt’s aber nicht nur abstrakt, wie am Anfang der Schöpfung. Diese Harmonie ist da schon, aber sie ist irgendwie leer." [2]

 

Wie erkennen wir uns selbst ...? Wir schauen in einen Spiegel. Oder unser menschliches Gegenüber spiegelt uns durch Sympathie, Ablehnung, Lob, Kritik, Zuwendung oder auch Projektion.

Es gibt einen Geist hinter allen Dingen. Und nicht nur hinter den Dingen, er ist seit Anbeginn der Zeit in allen Dingen enthalten, hinein bis ins kleinste Atom. Alles entstammt dem Göttlichen Bewusstsein, wie eine unendliche »Ausstülpung« seiner selbst in die Manifestation. Somit gibt es nichts außer dem Höchsten, der sich nur scheinbar selbst vergessen hat. Auf der Suche nach einem Gegenüber, um sich selbst als Liebe zu erkennen und zu schmecken.  

 

 

Was also war der Anfang aller Dinge? 

Dasein, das sich aus reiner Freude am Sein vervielfältigte und in Millionen und abermals Millionen von Formen stürzte, um sich selbst unzählige Male wiederzufinden.

 

Sri Aurobindo, Kaskaden des Lichts

[1]   Dr. Peter Reiter in "Der Wiederverkörperungsweg eines Menschen durch die Jahrtausende, Reinkarnationserfahrung in Hypnose",  Werner J. Meinhold, AURUM Verlag, Freiburg im Breisgau, 1989 , S. 229,230

[2]  a.a.O., S. 273

 

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Links und Literatur 

Links and Literature: Please understand that I am listing only German sources. The equivalents, if any exist, are easy to find in the web.  


   Bilder und Zitate       Pictures and Quotes

 

 

 Der Mensch ist ein Übergangswesen. 

 Man is a transitional being. 

 Um den Glauben und alles andere zu erlangen, muss man darauf bestehen, ihn zu bekommen und darf solange nicht erlahmen oder verzweifeln oder aufgeben, bis man ihn besitzt – auf diese Weise wurde alles erlangt, seit diese schwierige Erde von denkenden und sehnsüchtigen Wesen bewohnt wird. Es gilt, sich ständig dem Licht zu öffnen und der Finsternis den Rücken zu kehren. Es gilt, die Stimmen zurückzuweisen, die unermüdlich behaupten: "Du kannst nicht, du darfst nicht, du bist unfähig, du bist eine Marionette eines Traumes." 

In order to gain faith and everything else you have to insist on getting it and must not grow weak, despair or give up until it is possessed - in this way everything has been obtained since this difficult earth is inhabited by thinking and longing beings. It is a matter of constantly opening ourselves to the light and turning your back on the darkness. It is necessary to reject the voices which tirelessly assert: "You cannot, you must not, you are incapable, you are a marionette of a dream."

 Ich glaube, ich kann behaupten, Tag und Nacht, Jahr um Jahr gewissenhafter experimentiert zu haben, als ein Wissenschaftler seine Theorie oder Methode auf der physischen Ebene prüft. 

 

I think I can claim to have experimented day and night, year by year, more conscientiously than a scientist examines his theory or method on the physical plane. 

 Die Manifestation der Liebe des Göttlichen in der Welt war das große Selbstopfer, die höchste Selbsthingabe. Das Vollkommene Bewusstsein willigte darin ein, in die Unbewusstheit der Materie einzutauchen und von ihr aufgesaugt zu werden, auf dass Bewusstheit in den tiefen ihrer Finsternis erweckt werde und nach und nach eine göttliche Macht darin auftauche und die Gesamtheit dieses manifestierten Universums zu einem höchsten Ausdruck des göttlichen Bewusstseins und der göttlichen Liebe mache.

 

The manifestation of the Divine Love in the world was the great self-sacrifice, the highest self-giving. The Perfect Consciousness consented to immerse in the unconsciousness of matter and to be absorbed by it to awaken consciousness in the depths of its darkness and to gradually reveal a Divine power in it and to turn the totality of this manifested universe into a supreme expression of the Divine consciousness and Divine love.

 

Ich kam nach Indien, um Sri Aurobindo zu begegnen. Ich blieb in Indien, um mit Sri Aurobindo zu leben. Als er seinen Körper verließ, fuhr ich fort, hier zu leben, um sein Werk weiterzuführen: d.h. der Wahrheit zu dienen und die Menschheit zu erleuchten, um die Herrschaft der göttlichen Liebe auf der Erde zu beschleunigen. 

 

 I came to India to meet Sri Aurobindo. I remained in India to live with Sri Aurobindo. When he left his body, I continued to live here in order to do his work which is by serving the Truth and enlightening humanity to hasten the rule of the Divine's Love upon earth.

 Gegenwärtig sind wir mitten in der Übergangsperiode, in welcher beide sich ineinander verschränken: Die alte Welt besteht noch in all ihrer Macht, beherrscht das gewöhnliche Bewusstsein, aber die neue schleicht sich ein, so bescheiden und unaufdringlich, dass sie für den Augenblick wenigstens äußerlich nicht sehr viel verändert ... aber sie arbeitet, sie wächst, bis auf den Tag, an dem sie stark genug ist, sich augenfällig zu behaupten. 

 

At the present time we are in the midst of the transitional period in which the two are intertwined: the old world still exists in all its power, dominates the ordinary consciousness, but the new is creeping in so modest and unobtrusive that at least for the moment it does not change much externally ...  but it works, it grows, until the day it is strong enough to assert itself visibly.

 

 Ich sah diese zwei Extreme: den Gipfel des Yogi und den Gipfel, sagen wir, des Elektronikers oder des Intellekts. Und was lag zwischen den beiden? Und wo ist es besser zu entschwinden? – Denn in beiden Fällen schien man zu entschwinden: entweder in leuchtendem Weiß oder in einem ziemlich erstickenden Schwarz. Aber das Leben, das göttliche Leben war das nicht!

 

 I saw these two extremes: the summit of the yogi and the summit, say, the electronics or the intellect. And what was between the two? And where is it better to escape? – For in both cases one seemed to be disappearing: either in bright white or in a rather suffocating black. But it wasn't life, not the Divine Life!

 Oh, wir halten uns alle für weise und wissend, wie schade! Wir schlafen weise und wissenschaftlich und auf einem seltsamen Feuer, das dort glimmert und das demnächst all unsere Weisheiten und Wissenschaften umstürzen wird. Was für Kinder wir doch sind! Dort, im Körper. Dieses Mysterium ...

 

Oh, we all consider ourselves wise and knowing, how pity! We sleep wisely and scientifically and on a strange fire glimmering there which will soon overthrow all our wisdoms and sciences. What children we are! There, in the body. This mystery ...

 

Es ist sehr seltsam: wie zwei Körper ineinander. Der eine weiß unwiderruflich und für immer und allen Widrigkeiten zum Trotz, er kennt das Leben, das er berührt; und der andere, ein wenig darüber und ihn gleichsam verhüllend, ist der alte sterbliche Körper, das Resultat unzähliger Vorahnen, die ihm den Tod und nur den Tod eintrichterten – den Tod bei der geringsten Anzweiflung seines überlieferten alten Rhythmus. Und dieser weiß überhaupt nichts! Er weiß nur um das alte Gesetz.

 

It is very strange: like two bodies in each other. The one knows irrevocably and forever and against all odds, he knows the life he touches; and the other a little above and covering him is the old mortal body, the result of countless ancestors which brought him death and only death  – death at the slightest doubt of his ancient tradition. And he knows nothing at all! He only knows the old law. 

 

Es ist Zeit, aufzuhören, mit den Mitteln der Vergangenheit etwas zum Positiven verändern zu wollen. Seid doch endlich still und lauscht, was die Zukunft euch zu sagen hat!  Sie ist nie von eurer Seite gewichen, ihr braucht sie nur anzunehmen! 

It is time to abandon the attempt to reach positive changes with means of the past.  Be still! Listen what the future wants to tell you!

It was always at your side, you just need to open yourself for its invitation. 


Es ist die Dunkelheit vor der

Morgendämmerung,

just the darkness

before dawn ...