Über mich und diese Seiten

Ich hab mein Leben selbst im Griff!“    

„Glaubst du das wirklich …?“ 

Mein Weg in die Supramentale Transformation

Ich habe einige Jahre gezögert, meinen Weg zu veröffentlichen. Ich kann bestätigen, dass es unklug ist, zu früh über spirituelle Erfahrungen zu sprechen. In diesem Yoga wird man in der ersten Zeit wegen der zunehmenden Durchlässigkeit und zeitweisen Instabilität des "alten" Systems schnell aus der Bahn geworfen und setzt sich unnötigen Angriffen der niederen Natur aus, denen man nicht gewachsen ist. Aber mittlerweile hat die Stabilität zugenommen und ich wollte ein paar nützlich "Fußspuren" hinterlassen, bevor ich weitergehe. 

Die Übergangszeit kann eine immense Herausforderung sein, weil es von menschlicher Seite niemand gibt, der einem dabei helfen oder bestätigen kann, was mit einem passiert. Die transformativen Prozesse spielen sich unsichtbar unter der Oberfläche ab. Alles, was die Umwelt wahrnimmt, ist ein befremdliches Verhalten, das übrigens ab einem bestimmten Punkt typisch für alle ernsthaften spirituellen Sucher ist. Man muss lernen, mit Widerstand und Isolation umzugehen, da dieser Weg noch sehr selten ist. Aber ich nehme an, dass die Zahl derer, die vorausgehen, kontinuierlich wächst. Mutter sprach damals von einem unter fünfzig Millionen. 

Ich hole hier bewusst aus, da der Weg nicht ganz ungefährlich ist.   

  

 

       "Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, dann mach einen Plan ..." 

 

Meine Erwartungen an das Leben waren nichts besonderes: Ein liebevoller Ehemann, gesunde Kinder und ein Beruf, der mich erfüllt. Anfänglich hatte ich für eine Weile auch alles, mehr oder weniger. Und zuvor als perfektes Training und endgültigen karmischen Ausgleich eine weniger tolle Kindheit. Weil das alles nicht so lief, wie ich das gerne gehabt hätte – ich untertreibe hier etwas – türmten sich immer dringlichere Fragen auf. Ich geriet darüber regelrecht in Streit mit Gott, von dem ich langsam gar nichts mehr hielt. Hatte man mir zu Schulzeiten doch versichert, er würde uns lieben, nur das Beste für uns wollen und wir könnten uns mit allem an IHN wenden. Aber bei dem Punkt "das Beste" klafften Seine und meine Ansichten meilenweit auseinander. Wobei ich anmerken muss, dass ich mit dem Gott des alten Testaments schon damals nie etwas anfangen konnte. 

Nun ist ER ja ein überaus gewitzter Schelm, der längst ein Auge auf mich geworfen hatte, so oft ich Ihn auch wegstieß. Auf raffinierte Weise band er mich damit immer enger an sich und zog mich klammheimlich in seine Richtung, weg von der äußeren Welt.

 

Es fing damit an, dass meine Ehe zerbrach und ich plötzlich alleinerziehende Mutter von zwei Söhnen war. Den wahren Grund kannte ich zu der Zeit nicht und ich litt sehr darunter. 

Wenig später bekam ich ein Buch geschenkt. Von einer netten jungen Dame, die nur für kurze Zeit in mein Leben trat und genauso plötzlich wieder verschwand – als wäre das ihre einzige Aufgabe gewesen. "Der wunderbare Weg" von Scott Peck. Darin wurden einige meiner quälendsten Fragen beantwortet. Das Interesse war geweckt und der Same für meine äußere spirituelle Suche gelegt. Es folgten weitere Bücher und spirituelle Seminare, die rückblickend allesamt der Herzensöffnung und Stärkung des seelischen Wesens dienten. Ich begann zu meditieren und wurde mit ersten Gipfelerfahrungen beschenkt. Dass sie eine typisch körperliche Komponente beinhalteten erkannte ich erst rückblickend.     

Viele Jahre war ich mit Herzblut Lehrerin. Aber das "Verkopfte" und das zuweilen verbohrte "Reglement" drumherum belasteten mich zunehmend. Ich beschloss, ins Heilerfach überzuwechseln. Es folgten berufsbegleitende Zusatzausbildungen an den Wochenenden, bis ich die nötigen Qualifikationen erreicht hatte.

In dieser Zeit begegnete ich Werner J. Meinhold, dem Autor von "Der Wiederverkörperungsweg eines Menschen durch Jahrtausende". Er ist einer der bedeutendsten Hypnosetherapeuten im deutschsprachigen Raum. Während einer meiner Ausbildungen bei der GTH belegte ich ein Wochenendmodul bei ihm. Diese Zeit hat meinen Weg durch wertvolle Impulse bereichert und nicht zuletzt die Fähigkeit für die innere Schau gefördert.   

Ich zitiere in Teil I immer wieder aus seinem Werk, um die vergangenen Daseinsstufen lebendig werden zu lassen. Herr Meinhold hat den Probanden Dr. Peter Reiter drei Jahre lang in mehrstündigen Sitzungen und tiefer Hypnose bis an die Anfänge seines erinnerten Seins zurückgeführt und die Protokolle wortgetreu festgehalten. Die Übereinstimmung der Aussagen über unser tieferes Sein mit denen von Sri Aurobindo und Mutter sind verblüffend, was den Wahrheitsgehalt der Hypnosereihe stützt.  

 

Aber aus meiner Zukunftsplanung wurde nichts, denn ER verfolgte eigene Pläne, über die er mich im Unklaren ließ. Es folgte eine Phase von mehreren Wochen, in der ich ohne ersichtlichen Grund extrem dünnhäutig wurde. Bis mein jüngerer Sohn die Diagnose Knochenkrebs bekam. Das hatte seine Schatten in mir vorausgeworfen. Ein Phänomen, von dem mir später andere betroffene Mütter auf der Krebsstation berichteten.

Er verstarb zwei Jahre später. In dieser Zeit, die ich rückblickend als eine der tiefsten Herzenserfahrungen begreife, erfuhr ich, wie tief ich bereits in das Mysterium meines inneren Bewusstseins eingedrungen war und geführt wurde. Gott ist weder Nichts oder Leere, noch ein unpersönliches Bewusstsein, das ist ein Irrtum. Hilfreiche Synchronizitäten häuften sich und ich nahm für lange Zeit die Begleitung lichter Wesenheiten war. Sie stützen mein ganzes Sein, nahmen einen Großteil der Angst und des Leids von mir, mit dem ich tagtäglich konfrontiert war, und ich gab diese Stärke an meinen Sohn weiter. Er bestätigte es.   

Ich empfand keinen Groll auf Gott, als er mir mein Kind "nahm", auch wenn der Schmerz über seinen Verlust unerträglich war. Davon abgesehen, dass mir der Sinn inzwischen enthüllt wurde, hatte mein Sohn in seinen 16 Jahren so rastlos gelebt, als hätte er geahnt, dass ihm nicht viel Zeit bleiben würde. Eine Vision kurz nach der Diagnose hatte mir gezeigt, dass er die Krankheit nicht besiegen würde. Trotzdem kämpfte ich, wie jede Mutter das tut, bis zum Schluss. 

Nach seinem Fortgang wurde ich belohnt mit unglaublich erhebenden Nachtodbegegnungen. Und deshalb auf der Beerdigung das erste Mal konfrontiert mit dem Unverständnis meines Umfelds: Die Anwesenheit meines Sohnes hüllte mich so in Freude und Liebe ein, dass ich nur noch selig vor mich hin lächelte und begann, die Trauergäste zu trösten. Mein älterer Sohn war zurecht besorgt: "Mama, du bist so gut gelaunt, das verstehen die Leute nicht!" Mir war das in dem Moment absolut nicht bewusst, ich konnte nicht anders. Eine frühere Bekannte bedachte mich in der Kirche mit einem derart vorwurfsvollem Blick und demonstrativem Kopfschütteln, dass ich mich für einen kurzen Moment schuldig fühlte, ohne recht zu wissen, weshalb.  

ZehnTage später kam mein Sohn noch einmal zu mir, um sich zu verabschieden. Ich fühlte seine Umarmung, wie ich sie hunderte Male zuvor gefühlt hatte. Es war unverwechselbar seine Präsenz. Als der Druck intensiver wurde lauschte ich in den Raum und fragte laut: "Tim, bist du das?" Still formte sich in meinem Bewusstsein das Wort Abschied. Er hatte beschlossen, weiterzugehen.

Später las ich in einem der Bücher über Nahtoderfahrungen, dass viele Verstorbene etwa so lange in der irdischen Atmosphäre bleiben würden, bevor sie weitergehen. Auch weitere Einzelheiten, die ich in dem Zusammenhang erlebte, waren dort beschrieben. 

 

Natürlich holte mich nach seinem Weggang die Trauer ein, ich vermisste ihn unendlich schmerzhaft. Trotzdem konnte ich ihn in Liebe loslassen, weil er mir gezeigt hatte, wie glücklich er jetzt war.

Die nächste Zeit kümmerte ich mich besonders intensiv um meinen älteren Sohn, so gut ich das vermochte. Er hatte in den beiden Jahren ständig zurückstecken müssen und bewältigte seine Lebenssituation weiterhin auf eine Weise, die sehr zehrend war.

Er geht seinen Weg inzwischen ohne mich. 

Dies war wohl der richtige Zeitpunkt für das Göttliche Bewusstsein, die Sache zu beschleunigen. In den nächsten Jahren verlor ich meine komplette äußere Existenz und sämtliche Freunde, die sich nicht schon beim Thema Krebs und Tod verabschiedet hatten.  

Die beruflichen Fehlzeiten und Krankheitssymptome häuften sich, jedes Mal ohne medizinischen Befund. Die Menschen in meinem Umfeld arrangierten sich schnell damit, dass sie es hier mit einer ausgebrannten Lehrerin und alleinerziehenden Mutter zu tun hatten, die den Tod des Sohnes nicht verkraftet hatte und in Depressionen versank. Es zerriss mich innerlich, weil ein Teil von mir absolut wusste, dass dies nicht der Grund war. Aber dieser Teil war noch nicht stark genug, um die äußere Persönlichkeit davon zu überzeugen, dass sie die Angst loslassen konnte und zu all dem stehen.  

Nachdem ich eines Morgens heulend auf dem Bett saß und das erste Mal nicht mehr in die Schule zurück wollte, ließ ich mich auf eigenen Wunsch in eine psychosomatische Klinik einweisen, um ein für allemal Klarheit zu bekommen. Ich konnte nicht ahnen, dass meine Kindheitsprägung das Thema für die Transformation war und ich bereits tief in dem Prozess drinsteckte.  

Die Wochen in der Klinik waren anfänglich eine Tortur, denn ich versuchte verzweifelt, etwas Unverarbeitetes aus meiner Kindheit zu finden, was den Zusammenbruch erklären könnte. Da ich mich mit dem Aufenthalt dort in sehr belastende Energiefelder begeben hatte, reagierte mein sensibel gewordenes Körperbewusstsein mit Vergiftungserscheinungen und einer Totalreinigung: Ich bekam eine "Darmgrippe".

Die Intensivkreise, in denen die Patienten regelmäßig heulend zusammenbrachen, waren anstrengend. Schluchzend zusammenzubrechen wurde offensichtlich als therapeutischer Erfolg gewertet. Ich konnte es manchmal nicht ertragen, wie auf meine Mitpatienten Druck ausgeübt wurde, um sie an diesen Punkt zu bringen. Während wir anderen aufgefordert wurden, unsere Wertschätzung darüber zu verbalisieren. Ich verstehe sehr wohl, wie erlösend Tränen sein können, wenn sie von selbst hochkommen. Ich hatte darin ausgiebig Erfahrung. Beginnt man ernsthaft, einem spirituellen Pfad zu folgen, kommt automatisch hoch ins Tagesbewusstsein, was erlöst werden soll. Es zu forcieren und in den vitalen Urgründen herumzuwühlen erscheint mir heute fragwürdig. Zudem war ich aus den spirituellen Seminaren zuvor etwas anderes gewöhnt. 

Ich empfand mich die meiste Zeit als Beobachterin und deplaziert.  

Angetan war ich von den kurzen Einstimmungsrunden in Trance, in denen sich meine inneren Bilder regelrecht überschlugen. Aber Probleme? Fehlanzeige. Von da an nahmen mich die beiden Gruppen-Therapeuten in die Mangel und fingen an, mich zu provozieren. 

In einer für alle Patienten geführten Meditation hatte ich dann ein absolutes Schlüsselerlebnis: Ich, bzw. etwas von mir, wurde angehoben, gefühlt etwa fünf Meter hoch bis unter die Saaldecke. Da ich sehr neugierig bin, veranlasste mich das Gefühl des Schwebens, kurz die Augen zu öffnen. Zu meinem Erstaunen saß ich nach wie vor auf dem Stuhl. Ich überprüfte das unauffällig mehrere Male. 

Im weiteren Verlauf der Meditation schwoll mein "inneres Herz" förmlich an, als würde jeden Moment der Brustkorb platzen. Es war nicht nur ein seligmachendes Gefühl, es war eine vollkommen körperliche Wahrnehmung. 

Die Tage danach erfüllte mich ein inneres Leuchten, das ich mit geschlossenen Augen sehen konnte. Ich schwebte auf Wolke sieben und zog magnetisch Patienten an. Vor allem jene, die einen Angehörigen verloren hatten und nicht darüber hinwegkamen. Als ich ihnen von meinem Sohn erzählte, verklärte sich ihr Gesicht und sie weinten und bedankten sich. Mir war das unangenehm, denn argwöhnische Blicke um mich herum gab es zuhauf. 

Mein Hochgefühl begleitete mich etwa zwei Wochen lang, bevor es langsam verblasste. 

In manchen Kursen mussten wir regelmäßig unsere inneren Welten aufs Papier bringen. Die Ergebnisse wurden anschließend den anderen bis zu dreißig Patienten vorgestellt und blieben dann an den Wänden hängen zum stillen Betrachten. Ab da ließ sich meine spirituelle Ausrichtung nicht mehr verheimlichen. 

Und dann sagte mir einer der Gruppen-Therapeuten die Wahrheit auf den Kopf zu: "Sie sind nicht krank, sie haben eine spirituelle Krise."  Er legte mir nahe, mich nicht mehr dagegen zu wehren und sprach aus, was ein Teil von mir schon wusste.

Die Stütze einer fähigen Psychiaterin und die überdeutlichen Erfahrungen in der Klinik gaben mir den Mut, dass ich nach der Rückkehr mein altes Leben loslassen konnte und mich der Göttlichen Führung überantwortete. In wenigen Monaten verlor ich Haus, Beruf und alle äußeren Sicherheiten. Ich war wegen der zunehmenden körperlichen Zusammenbrüche zwangsverrentet worden und musste Insolvenz anmelden.

Über diese Prüfungen hatte ich schon bei anderen spirituellen Lehrern gelesen. Ich hatte immer noch Angst davor, aber sie beherrschte mich nicht mehr.

 

 

Manchen geschieht es, dass ihnen, sobald sie sich dem Göttlichen zuwenden, jede materielle Stütze und alles, was sie lieben, entzogen wird. Hegen sie zu jemand eine Zuneigung, so verlieren sie ihn ebenfalls.

Das geschieht nicht jedermann, sondern nur denen, die berufen wurden.

 

Mutter 

 

         Was bitte hat ein spiritueller Weg mit dem Körper zu tun?

 

Jetzt ließ man mich nicht mehr länger im Dunkeln tappen. Zuhause in meinem vertrauten Umfeld wiederholte sich während einer Mediation das seltsame Erlebnis aus der Klinik. Wieder fing ich an zu schweben, aber wenn ich neugierig blinzelte, sah ich mich auf dem Sofa sitzend. Das Spiel ging eine ganze Weile hin und her und ich machte mir ernsthaft Sorgen wegen der Zimmerdecke, denn meiner Wahrnehmung nach schwebte "ich" bereits über ihr.  

Plötzlich wurde mein Körper erfüllt von heftigen inneren Lichtexplosionen, die über das Kronenchakra nach oben hinausschossen. In dem Moment dachte ich nur: `Jetzt stirbst du!´

Wie ich später las, hatte sich in dem Moment das seelische Wesen (Sri Aurobindo bezeichnete es auch als `Psychisches Wesen´) mit dem Supramentalen Licht von oben verbunden. Danach senkte sich das Körperbewusstsein wieder ab, dorthin wo es meiner Meinung nach auch hingehörte.

Das ganze war ein körperlich erfahrbarer und wahrlich "explosiver" Akt, der mich gründlich erschreckte, sodass ich wie benommen auf dem Sofa saß. Die Gedankenmühle war für eine Weile komplett zum Stillstand gekommen.  

Das Supramentale Licht nahm seine Arbeit über das Scheitelchakra nach unten durch den Körper auf und es folgte eine aufwühlende Zeit der Anpassung, in der die mentalen und vitalen Anteile des Körperbewusstseins "durchgeknetet" wurden. Zuweilen waren die Lichtduschen so heftig, dass ich Mühe hatte, nach einer Meditation aufzustehen und zu laufen. Parallel dazu wurde ich an die richtigen Bücher und Textstellen geführt, die mir erklärten, was da passierte. Erfahrung auf Erfahrung und Erklärung auf Erklärung folgten. Bis der Körper selbst, d.h., das in seinen Zellen bereits eingeschlossene Bewusstsein, lernte und der Intellekt seine Kontrolle losließ. Ich brauchte nur  "zufällig"  irgendwo anfangen zu lesen, hauptsächlich in Mutters Agenda, und nach wenigen Zeilen fand ich genau das, was ich wissen wollte. Geht es um die Praxis, ist die Agenda der Mutter eine wahre Fundgrube. Es gibt nicht eine Erfahrung und keinen Schmerz, den sie nicht selbst durchlitten und erklärt hat.  

Auch, wenn ich die meisten Werke von Sri Aurobindo durcharbeitete und die Tiefe seiner analytischen Schau bewunderte, so sehr brauchte mein Verstand in dieser Zeit die praktische Anleitung. Ich steckte schon zu tief in der Transformation drin. Heute bin ich mir sicher, dass mir die Informationen, auf welchen Weg ich berufen worden war, absichtlich so spät enthüllt wurden.  Diese Art von spiritueller Krise hätte man mir vermutlich in der Klinik nicht abgenommen.

Auf meinem Weg bis dahin hatte ich mich schon ausgiebig mit anderen spirituellen Lehrern beschäftigt und alles über Hingabe und das menschliche Ego gelernt. Vor allem das spirituelle Ego, das besonders hartnäckig zu überwinden ist. Aber dann war ich an einer Grenze angelangt, denn jedes weitere Buch wiederholte sich inhaltlich. Das Gelesene drehte sich ausnahmslos um den herkömmlichen Erleuchtungsweg, dem ich nie viel abgewinnen konnte: Bevor ich in dieses irdische Leben eintrete, bin ich Geist. Verlasse ich die Welt wieder, bin ich Geist. Nach der Erleuchtung lege ich den Körper ab und bin wieder ein Geist??

Wozu dann dieses irdische oft leidvolle Sein? Wozu diese wundervolle, schöne Welt? Wofür all diese Erfahrungen hier unten? Diese Quälereien vom Einzeller bis zum Menschen? Um wieder dahin zu verschwinden, wo wir hergekommen sind, und das war's?!

Ich war immer schon praktisch veranlagt und sehr der irdischen Materie verhaftet. Dazu kommt, dass sämtliche spirituellen Erfahrungen von Anfang an eine körperliche Komponente hatten. Ich erinnere mich an merkwürdige Phänomene, die bis in meine Kindheit zurückreichten. Nur hatte ich zu der Zeit niemanden, dem ich mich hätte anvertrauen können, und nach der Pubertät gerieten sie in Vergessenheit.   

Gleich nach meiner Zwangsverrentung und vor dem oben geschilderten Schlüsselerlebnis stand ich eines Vormittags auf dem Balkon und schimpfte laut: "Wenn das nicht hier auf diesem Planeten und in dieser Welt stattfindet, dann sch.....  ich drauf!" Entschuldigung für die Wortwahl, aber in diesem Yoga wird man nicht "heiliger", sondern authentischer. Ich kann mich nicht mehr erinnern, was mich in diesem Moment so aufgewühlt hatte.

 

Später, beim Lesen des Buchs "Das Mental der Zellen", spielte mein Körper dann komplett verrückt. Das gesamte Zellbewusstsein erging sich in unzähligen "Miniexplosionen", wie in freudiger Erregung. Von dem Moment an gab es keinen Zweifel mehr, auf welchen spirituellen Weg man mich berufen hatte.

Obwohl Sri Aurobindo und Mutter mir fremd waren, lernte ich beide in ihrer Essenz kennen, als wirkendes Bewusstsein. Ich empfand jeden auf unterschiedliche und charakteristische Weise. Bei einer meiner späteren Recherchen wurden sie genau so beschrieben.

Mein Weg bis hierher war geprägt von zahlreichen erhebenden Erfahrungen, u.a. mit Jesus Christus, die allesamt der Festigung des Glaubens dienten. Fängt die Arbeit im körperlichen Bewusstsein an, empfindet man die Verbindung mit dem Göttlichen Bewusstsein nur noch selten. Deshalb sind Hingabe und Vertrauen in die immer vorhandene Führung unverzichtbar. 

Von meinen Fragen sind keine mehr übrig geblieben. Ich bin endlich angekommen. Trotzdem muss ich ehrlich anmerken: Der Weg ist kein einfacher und man wird schnell mit dem Unterschied zum herkömmlichen Erleuchtungsweg konfrontiert, der nichts anderes als eine Flucht vor den unangenehmen Urgründen der Materie darstellt. Wenn der ganze angesammelte Unrat aus dem globalen Unterbewussten hochkommt, sich im eigenen Körper breit macht und für eine Weile komplett die Psyche korrumpiert, begreift man, dass es hier um etwas vollkommen anderes geht. 

Auch ich wünschte mir, es gäbe eine andere Möglichkeit, Gott bekäme das anders hin oder es würde sich gleichmäßig auf alle Menschen verteilen. Dann wäre es vielleicht erträglicher. Der Yoga sei nichts für Schwächlinge, meinte Mutter, und nicht einer unter 50 Millionen hätte den Mut dazu. Das gibt dem ganzen eine deutliche Dimension.

Vor kurzem wurde mir sogar von familiärer Seite nahegelegt, die Sekte zu verlassen und eine Therapie zu machen. Ich musste spontan lachen, aber unmittelbar danach erkannte ich die Hartnäckigkeit der Leugnung und die Ängste, die hinter der Äußerung standen, wenn man einen Sri Aurobindo in die Ecke einer Sekte verbannt. Vor allem, ohne sich mit ihm auseinandergesetzt zu haben. 

Ich sehe es auf der ganzen Welt, selbst mein Körper hat daran Anteil, wie die Lüge verbissen um sich schlägt. Wir befinden uns in der dunklen Phase vor der Morgenröte, die jene als erste erleben, die aufwachen und sich auf den Weg machen. 

Wie sagte Mutter? "Der Herr hat keine Eile". Er wird sein Ziel erreichen. In so einem kleinen zerbrechlichen Menschenkörper sieht das etwas anders aus.  

 

Mich mitzuteilen scheint Teil meiner Arbeit zu sein. Vielleicht deshalb die Funktion Lehrerin in diesem Leben? Wäre es nach mir gegangen, hätte ich dazu vermutlich nicht den Mut gefunden, nach meiner Biografie und all den ernüchternden Rückmeldungen aus meinem Umfeld. Mittlerweile macht mir das nichts mehr aus. 

Für wen diese Seiten eine Hilfe sein sollen, der wird sie finden.

Habe ich eine Meinung zu den Ereignissen auf diesem Planeten?

Die Berufung war ein ungeheurer Weckruf für mich. Zuvor war ich verständlicherweise damit beschäftigt, die wenigen Bälle meines Lebens in der Luft zu halten, die mir scheinbar noch verblieben. Als ich alles losgelassen hatte und die erste Anpassungsphase der Lichtschübe vorüber war, war mein Sein wohl so gründlich „durchgepflügt“ und aufgebrochen worden, dass es bereit war für die umfassende Wahrheit. Das bleibt nicht aus, wenn man bedenkt, dass unser Körperbewusstsein, und nicht nur das, mit dem des ganzen Planeten vernetzt ist. Wie viele karmischen Verstrickungen sind durch die große Zahl unserer Inkarnationen entstanden? Dazu die genetischen Verankerungen in der immer wieder neuen Ahnenreihe, in die wir hineingeboren wurden?

Vor einigen Jahren hatte ich dann ein zutiefst beeindruckendes Erlebnis auf Seelenebene mit einem der weitsichtigesten Staatsführer dieser Welt. Es hing mit der Botschaft zusammen, die Sri Aurobindo an Mutter nach seinem Fortgang durchgab: "Alle Länder leben in Falschheit. Wenn sich auch nur ein einziges Land mutig für die Wahrheit einsetzte, könnte die Welt gerettet werden.“ (Sri Aurobindo. Indiens Wiedergeburt und die Renaissance der Erde. S. 354) 

Von da an dehnte sich mein Fokus über die ganze Welt aus. Das hat sich seitdem nicht mehr geändert. Aber als man mich bei meinen zunehmenden Recherchen das Ausmaß des menschlichen Leidens erfahren ließ, brach ich vor Schmerz überwältigt zusammen, bis ich all das integriert hatte. 

Heute weiß ich, weshalb mir all das erst zu diesem Zeitpunkt enthüllt wurde. Wie Sri Aurobindo einmal ausführte, kann man nur die Themen bearbeiten und ein Stück weit global erlösen, die man selbst in sich trägt. Aufgrund meiner Biografie war eins davon Ohnmacht. Aber es ist ebenso wahr, dass unsere Seele in sich selbst die entsprechende Macht und Stärke trägt, um genau diese Schwäche zu überwinden. Und genau das ist das Prinzip dieser Transformation.  

 

Aus heutiger Sicht kann ich sagen, das Sri Aurobindo eine sehr wahre und detaillierte Schau der Zukunft besaß. Es lohnt sich, in diesem Zusammenhang das oben erwähnte ebook zu lesen. Hier ein Ausschnitt vom 9. April 1947: 

"Die Schwierigkeiten ... sind im Ashram sowie in der Außenwelt allgemein. Zweifel, Entmutigung, Minderung oder Verlust des Glaubens, Abnahme des vitalen Enthusiasmus für das Ideal, Ratlosigkeit und eine Dämpfung der Hoffnung auf die Zukunft sind die allgemeinen Merkmale der Schwierigkeit.

In der Außenwelt gibt es viel schlimmere Symptome, so wie die allgemeine Zunahme des Zynismus, eine Weigerung, überhaupt an irgendetwas zu glauben, eine Abnahme der Aufrichtigkeit, eine ungeheure Korruption, eine Beschäftigung mit Essen, Geld, Bequemlichkeit, Genuss bis zum Ausschluss höherer Dinge und eine allgemeine Erwartung, dass immer schlimmere Dinge auf die Welt zukommen.

All das ist, wie auch immer akut, ein zeitlich beschränktes Phänomen, auf das diejenigen, die überhaupt etwas über das Wirken der Weltenergie und das Wirken des Geistes wissen, vorbereitet waren."

Als ich auf diese Aussage stieß, war ich betroffen. Betroffen darüber, wie recht er hatte und dass es tatsächlich so gekommen war. Auch mein Ego hatte einen Spiegel vorgesetzt bekommen und ich fing an zu begreifen, was unverrückbar für jede einzelne Person auf dem Planeten gilt: Wir dürfen uns nicht unserer Selbstgerechtigkeit hingeben. Wir alle haben den Zustand auf diesem Planeten mit verursacht. Vieles von dem, gegen das wir jetzt empört aufbegehren, haben wir  – nicht nur in dieser Inkarnation – verdrängt oder "exportiert". Es ist eine Sache des Bewusstseins eines jeden einzelnen von uns, wir schöpfen alle aus demselben irdischen Unterbewusstsein. Gehen wir doch in die Selbstbeobachtung und -Wahrnehmung: Liegen nicht alle Begierden, Wünsche, Sehnsüchte auch in uns? Weshalb verändern sich ehemals bescheidene, mitfühlende Menschen so eklatant, wenn sie in den Genuss von weltlicher Macht und Reichtum kommen? 

Wenn ich etwas gelernt habe die letzten Jahre: Wir alle sind zu absolut Allem fähig, es schlummert in jedem von uns, solange wir nicht transformiert sind. 

Das von Grund auf mit seinem ganzen Körper zu begreifen, ist etwas sehr ernüchterndes.  

 

Regelrecht erschüttert hat mich ein Aphorismus von Sri Aurobindo, der in seinem unverrückbaren Wahrheitsgehalt die ganze Agenda hindurch von Mutter bestätigt wurde: "Europa brüstet sich seiner praktischen und wissenschafltichen Organisation und Leistungsfähigkeit. Ich warte darauf, dass ihre Organisation sich vervollkommnet hat; dann wird ein Kind es zerstören.“ Mutter berief sich dreimal darauf (hier und hier und hier nachzulesen).

Als ich ihn zur Überschrift meiner letzten Webseite machte, unterlag ich noch der Illusion, ich könnte damit vielleicht jemanden wachrütteln. Inzwischen amüsiere ich mich über meine Naivität, auch wenn sie voll guten Willens war. In meinem Umfeld ist es schon schwierig, über Themen jenseits des Mainstreams zu sprechen, geschweige denn über eine körperliche Transformation. "Es darf nicht sein, was nicht sein kann." – nach dem alles beherrschenden Intellekt. Sri Aurobindo und Mutter hatten auch das vorausgesagt.  

Anders sieht es leider aus, wenn der Preis stimmt. Geld regiert die äußere Welt. Und damit meine ich wirklich alle „Institutionen": Seien sie wissenschaftlich, medizinisch, politisch, gesellschaftlich oder religiös. Aber auch das wird vorübergehen.   

Es ist richtig, dass die globale Situation momentan festgefahren scheint. Viele Menschen fühlen sich als Einzelne ohnmächtig, etwas zu verändern. Sie haben resigniert und schauen weg. Aber man darf die unsichtbare Wirkung einer „Graswurzelrevolution“ nicht unterschätzen. Auch der Vergleich mit Schach ist passend: Der Herr bringt seine Figuren strategisch in Stellung. Selbst die, die uns als "Bösewichte" erscheinen und selbst nichts davon ahnen.

Während gleichzeitig das Supramentale Bewusstsein von den meisten unbemerkt auf die Materie einwirkt und seine Arbeit tut. 

 

Der äußere Anschein dieser Welt macht es momentan schwer, zu glauben, dass die Rettung der Erde beschlossene Sache ist. Ob sie Menschenleben kostet oder nicht, ist für das Göttliche Bewusstsein nicht wesentlich, denn wir kommen ja immer wieder. Viele Seelen geben dafür freiwillig ihr irdisches Leben hin. 

Aber es liegt in unserer Hand, wie lange diese Katastrophen noch andauern. Das wiederum hängt davon ab, wie lange wir noch leiden wollen. Manchmal komme ich nicht umhin, in der hier demonstrierten Obsession ein Symbol unseres schlafwandlerischen verengten Bewusstseins zu sehen.  

Will man der Wahrheit dienen, muss man mit Gegenwind rechnen. Es gibt sie tatsächlich, die widergöttlichen Kräfte, die ihre Herrschaft nicht aufgeben wollen. Sowie die niedere Natur in jedem Menschen, bis hinein in unsere Körperzellen, die heftigst widersteht und sich an die gewohnten Gesetzmäßigkeiten klammert. Nicht aus Bosheit, sondern aus Gewohnheit, weil sie es noch nicht besser weiß.  

Schaut man in diesen Tagen in den Himmel, könnte man meinen, auch dort scheint sich für die physischen Augen sichtbar zu symbolisieren, was die Menschheit sich momentan antut. Nicht nur sich selbst, sondern der gesamten irdischen Natur.  

Es gibt nur EINEN WEG da heraus

Das Eingehen ins Nirvana galt bisher als die höchste anzustrebende spirituelle Verwirklichung. Sri Aurobindo nannte es eine "Narkose" im weißen Frieden. Es ist kein Fortschritt, sondern eine Rückkehr. Sie ändert nichts am Zustand der Erde und beraubt uns der seelischen Individualität, die wir uns in Jahrtausenden in Form des Psychischen Wesens errungen haben. An den Ausgangspunkt zurückzukehren, war nie das Ziel.

Es bedarf der zusätzlichen Transformation unseres Vitals und des Bewusstseins unserer Körperzellen mit all ihren eingerollten Trägheiten, Begierden, Süchten und Ängsten. Sonst bleiben alle äußeren Aktionen nur eine Wiederholung der bisherigen und bringen uns keinen Schritt weiter. 

Mit dem Verstand kann man sich einbilden, alles begriffen zu haben, bis in den hintersten Winkel des geschliffenen Intellekts alles in Worte gefasst zu haben. Und was dann? Ich selbst habe über zwanzig Jahre lang umfangreiche spirituelle Literatur studiert. Als Lehrerin ist man darin geübt, Bücher zu lesen und aufzunehmen. Aber als man mich dann in die Praxis „warf“, wurde mir klar, dass sich das mentale Verstehen erst jetzt mit Inhalt füllte, wenn es nicht gar mit seiner Begrenztheit störend im Weg stand. Weil man erst dann zu verstehen beginnt, wenn der Körper seine ersten Erfahrungen durchläuft und auf absolut faszinierende Weise darauf reagiert. Er erinnert sich, was er in sich trägt. Dann fängt man an, die Welt "durch ihn" zu begreifen, tiefer und wahrhaftiger, als es das Mental allein jemals könnte. Man dringt ein in ein Sein, wohin das Mental nicht folgen kann. Es ist, als wäre man bisher auf der dünnen, kratzigen Oberfläche der Dinge herumgekrochen und tritt jetzt in die fließenden Schichten darunter ein, richtet sich auf, weitet sich, begreift sie von innen, wird zu ihnen. 

Deshalb bin ich Satprem unendlich dankbar für die Aufzeichnungen der Agenda und die vielen Bücher, die er über die Praxis der Transformation, auch seine eigene, verfasst hat.

Jemand erzählte mir, dass er im Sri Aurobindo Ashram immer noch als `persona non grata´ gelte. Nachdem er einem Mordanschlag entkommen war, brachte er seine Aufzeichnungen über Mutter außer Landes, um sie in ihrer authentischen Fassung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ob beides in Beziehung zueinander stand, weiß ich nicht. Aber er wird dafür Gründe gehabt haben. 

Grundsätzlich bin ich der Meinung: Wer Sri Aurobindos Yoga, den Sinn seiner Inkarnation und das Opfer, das er und Mutter für jeden von uns brachten, verstanden hat und würdigt, für den gibt es keine `persona non grata´, weil man dadurch klar zu verstehen gibt, "über" dieser Person zu stehen. Solch eine Haltung sagt mehr über die Kritiker aus als über den Kritisierten. Das erinnert mich an eine Aussage, die ich vor kurzem aus dem Mund eines unserer bekannten selbsternannten medialen "spirituellen Lehrer" hörte: "Was wäre, wenn Menschen wie wir vom Planeten verschwinden würden? Dann wäre es die Hölle".

Das spirituelle Ego mit seinem Hang zur Besonderheit ist besonders trickreich.

 

Es geht nicht darum, wer besser "predigt", denn das ist einfach. Auch nicht darum, einen Buddha, Jesus Christus oder wen auch immer anzubeten und zu verherrlichen. Auch, wenn sie vor den Augen der Menschheit verborgen bleibt: Es geht um eine Aktion, die wir nicht in der Hand haben, schon gar nicht unser Mental. 

Mutter drückte es sehr deutlich aus: "Das ist Faulheit ... aus Faulheit vergöttert man. Man muss werden."

Das gilt auch in Bezug auf die Werke von Sri Aurobindo: Man kann sie immer wieder von einer anderen Seite beleuchten, in einen anderen politischen, gesellschaftlichen, anthropologischen oder irgendeinen anderen "-ischen" Zusammenhang setzen, mit anderen Philosophen vergleichen, die x-te Zusammenfassung schreiben, sie zu Tode diskutieren, aber irgendwann muss man aufhören damit, denn "reden über" gehört der alten Welt an. Sri Aurobindos und Mutters ausgeleuchteten Weg tatsächlich zu gehen, ist etwas VOLLKOMMEN ANDERES. Es zu TUN, ist DAS EINZIGE, worum es Sri Aurobindo ging. Heute verstehe ich das in seiner ganzen Tiefe, buchstäblich am eigenen Leib. So herausfordernd der Weg streckenweise war und ist, ich kann meine Dankbarkeit, durch ihn hindurchgeführt zu werden, nicht in Worte fassen.  

 

Die Skepsis der Menschen ist groß, was das Thema der Supramentalen Transformation angeht. Vielleicht deshalb, weil die praktische Arbeit der Mutter, der Vorgang der Transformation, immer noch ein Schattendasein führt? Cui bono?

Mit diesen Seiten möchte ich meinen Teil dazu beitragen, dass sich das ändert. Die körperliche Transformation hat begonnen, sie ist eine unumstößliche Tatsache, mit oder ohne unsere Erlaubnis.

An dieser Stelle ein aufrüttelnder Kommentar von Mutter: Wer sich zu enthusiastisch auf die widergöttliche Seite einlasse und der Umwandlung widersetze, werde auf eine tierähnliche Stufe zurückfallen. Das gewöhnliche Mental muss abdanken. Tierische Wesen unterstehen direkt dem Göttlichen Willen, weil sie keines besitzen. 

ER hat es beschlossen, und Widerstand führt zu Leiden. 

 

 

Alle  Dinge, die seine erreichte Stufe übersteigen, erscheinen dem Menschen schwer, und sie sind auch schwer für seine alleinige Bemühung; leicht und einfach aber werden sie, sobald Gott im Menschen die Arbeit übernimmt. 

  

 

Sri Aurobindo

 

 

Über diese Seiten

Diese Webseite will niemanden bekehren oder überreden, aber früher oder später wird die Supramentale Transformation für alle Thema, auf die eine oder andere Weise. Wir sind bereits mittendrin.

Die Ausführungen wenden sich an Menschen, die aus tiefster Seele einen Ausweg suchen, der nicht in der Veränderung der äußeren Lebensbedingungen liegt. Und an jene, die vielleicht schon Symptome an sich feststellen, die "befremdlich" sind. Vielleicht kann sie eine kleine Stütze sein für jemand, der wie ich in diese Situation hineingeworfen wird und ebenso erst einmal allein damit klarkommen muss.

Ich habe versucht, das anzusprechen, was für mich wesentlich war und ist, ohne ins theoretische Philosophieren abzugleiten. Dafür hat Sri Aurobindo überaus umfangreiche Schriften hinterlassen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn sich jemand meldet, der denselben Weg geht. 

 

Teil I: "Es war einmal" versucht einen großen Bogen über unsere gesamte "spirituelle" Evolution zu spannen: Wo wir herkommen, was wir wirklich sind und wohin die Reise geht. Es ist ein etwas tieferer Blick auf unsere evolutionäre Herkunft, als wir es gewohnt sind. 

 

Teil II: "Fragen und Antworten" orientiert sich ganz konkret am alltäglichen Leben und gibt Raum für Fragen, die in diesem Prozess auftauchen können. Einige werden intuitiv vorgegeben, weitere können von Lesern eingebracht werden. 

 

(Begriffe aus Sri Aurobindos Terminologie werden im jeweils aktuellen Kapitel in den Zusammenhang eingebettet verlinkt. Ich möchte kein weiteres "Lexikon" mehr sein.) 

Raum für eigene Erfahrungen, Kommentare und Fragen 

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Links und Literatur 

Links and Literature: Please understand that I am listing only German sources. The equivalents, if any exist, are easy to find in the web.  


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 Der Mensch ist ein Übergangswesen. 

 Man is a transitional being. 

 Um den Glauben und alles andere zu erlangen, muss man darauf bestehen, ihn zu bekommen und darf solange nicht erlahmen oder verzweifeln oder aufgeben, bis man ihn besitzt – auf diese Weise wurde alles erlangt, seit diese schwierige Erde von denkenden und sehnsüchtigen Wesen bewohnt wird. Es gilt, sich ständig dem Licht zu öffnen und der Finsternis den Rücken zu kehren. Es gilt, die Stimmen zurückzuweisen, die unermüdlich behaupten: "Du kannst nicht, du darfst nicht, du bist unfähig, du bist eine Marionette eines Traumes." 

In order to gain faith and everything else you have to insist on getting it and must not grow weak, despair or give up until it is possessed - in this way everything has been obtained since this difficult earth is inhabited by thinking and longing beings. It is a matter of constantly opening ourselves to the light and turning your back on the darkness. It is necessary to reject the voices which tirelessly assert: "You cannot, you must not, you are incapable, you are a marionette of a dream."

 Ich glaube, ich kann behaupten, Tag und Nacht, Jahr um Jahr gewissenhafter experimentiert zu haben, als ein Wissenschaftler seine Theorie oder Methode auf der physischen Ebene prüft. 

 

I think I can claim to have experimented day and night, year by year, more conscientiously than a scientist examines his theory or method on the physical plane. 

 Die Manifestation der Liebe des Göttlichen in der Welt war das große Selbstopfer, die höchste Selbsthingabe. Das Vollkommene Bewusstsein willigte darin ein, in die Unbewusstheit der Materie einzutauchen und von ihr aufgesaugt zu werden, auf dass Bewusstheit in den tiefen ihrer Finsternis erweckt werde und nach und nach eine göttliche Macht darin auftauche und die Gesamtheit dieses manifestierten Universums zu einem höchsten Ausdruck des göttlichen Bewusstseins und der göttlichen Liebe mache.

 

The manifestation of the Divine Love in the world was the great self-sacrifice, the highest self-giving. The Perfect Consciousness consented to immerse in the unconsciousness of matter and to be absorbed by it to awaken consciousness in the depths of its darkness and to gradually reveal a Divine power in it and to turn the totality of this manifested universe into a supreme expression of the Divine consciousness and Divine love.

 

Ich kam nach Indien, um Sri Aurobindo zu begegnen. Ich blieb in Indien, um mit Sri Aurobindo zu leben. Als er seinen Körper verließ, fuhr ich fort, hier zu leben, um sein Werk weiterzuführen: d.h. der Wahrheit zu dienen und die Menschheit zu erleuchten, um die Herrschaft der göttlichen Liebe auf der Erde zu beschleunigen. 

 

 I came to India to meet Sri Aurobindo. I remained in India to live with Sri Aurobindo. When he left his body, I continued to live here in order to do his work which is by serving the Truth and enlightening humanity to hasten the rule of the Divine's Love upon earth.

 Gegenwärtig sind wir mitten in der Übergangsperiode, in welcher beide sich ineinander verschränken: Die alte Welt besteht noch in all ihrer Macht, beherrscht das gewöhnliche Bewusstsein, aber die neue schleicht sich ein, so bescheiden und unaufdringlich, dass sie für den Augenblick wenigstens äußerlich nicht sehr viel verändert ... aber sie arbeitet, sie wächst, bis auf den Tag, an dem sie stark genug ist, sich augenfällig zu behaupten. 

 

At the present time we are in the midst of the transitional period in which the two are intertwined: the old world still exists in all its power, dominates the ordinary consciousness, but the new is creeping in so modest and unobtrusive that at least for the moment it does not change much externally ...  but it works, it grows, until the day it is strong enough to assert itself visibly.

 

 Ich sah diese zwei Extreme: den Gipfel des Yogi und den Gipfel, sagen wir, des Elektronikers oder des Intellekts. Und was lag zwischen den beiden? Und wo ist es besser zu entschwinden? – Denn in beiden Fällen schien man zu entschwinden: entweder in leuchtendem Weiß oder in einem ziemlich erstickenden Schwarz. Aber das Leben, das göttliche Leben war das nicht!

 

 I saw these two extremes: the summit of the yogi and the summit, say, the electronics or the intellect. And what was between the two? And where is it better to escape? – For in both cases one seemed to be disappearing: either in bright white or in a rather suffocating black. But it wasn't life, not the Divine Life!

 Oh, wir halten uns alle für weise und wissend, wie schade! Wir schlafen weise und wissenschaftlich und auf einem seltsamen Feuer, das dort glimmert und das demnächst all unsere Weisheiten und Wissenschaften umstürzen wird. Was für Kinder wir doch sind! Dort, im Körper. Dieses Mysterium ...

 

Oh, we all consider ourselves wise and knowing, how pity! We sleep wisely and scientifically and on a strange fire glimmering there which will soon overthrow all our wisdoms and sciences. What children we are! There, in the body. This mystery ...

 

Es ist sehr seltsam: wie zwei Körper ineinander. Der eine weiß unwiderruflich und für immer und allen Widrigkeiten zum Trotz, er kennt das Leben, das er berührt; und der andere, ein wenig darüber und ihn gleichsam verhüllend, ist der alte sterbliche Körper, das Resultat unzähliger Vorahnen, die ihm den Tod und nur den Tod eintrichterten – den Tod bei der geringsten Anzweiflung seines überlieferten alten Rhythmus. Und dieser weiß überhaupt nichts! Er weiß nur um das alte Gesetz.

 

It is very strange: like two bodies in each other. The one knows irrevocably and forever and against all odds, he knows the life he touches; and the other a little above and covering him is the old mortal body, the result of countless ancestors which brought him death and only death  – death at the slightest doubt of his ancient tradition. And he knows nothing at all! He only knows the old law. 

 

Es ist Zeit, aufzuhören, mit den Mitteln der Vergangenheit etwas zum Positiven verändern zu wollen. Seid doch endlich still und lauscht, was die Zukunft euch zu sagen hat!  Sie ist nie von eurer Seite gewichen, ihr braucht sie nur anzunehmen! 

It is time to abandon the attempt to reach positive changes with means of the past.  Be still! Listen what the future wants to tell you!

It was always at your side, you just need to open yourself for its invitation. 


Es ist die Dunkelheit vor der

Morgendämmerung,

just the darkness

before dawn ...